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Stell dir vor, du gehst in ein Bekleidungsgeschäft…


Aylin Can ist Gründerin des Unisex Modelabels www.measureme.de. Die umtriebige Businessfrau, Künstlerin und studierte Modedesignerin betreut insbesondere Projekte im Bereich nachhaltiges Social Design.


Wer bist du und was machst du?


Moin, ich bin Aylin Can.

Studierte Modedesignerin, angehende Sozialpädagogin und zuletzt Gründerin des Modelabels MEASURE.ME - einem sozialen, nachhaltigen Unisex-Label der Jugendbildung Hamburg gGmbH. Im letzten Jahr fokussierte ich mich immer mehr auf Projektmanagement im Social Design und habe meine Leidenschaft in der freischaffenden Kunst wiedergefunden.


Meine Mission ist stark und vielfältig: Synergien in Mode, Kunst, Kultur und gesellschaftliche Prozesse aufzudecken und neu zu denken. Dies geschieht im Rahmen von Workshops, in denen ich mit den Teilnehmener*innen in einen gesellschaftlichen Diskurs gehe und wir gemeinsam neue Denkansätze für ein nachhaltigeres Leben entwicklen. Dabei sind ein neu strukturiertes Denken und eine Veränderung von Verhaltens- und Denkmustern die Schwerpunkte.


Mode ist für mich gesellschaftlich allumfassend. Sie kann als Ausdruck für den (sozialen) Habitus dienen, ist soziales Zeichensystem und zeigt, historisch betrachtet, gesellschaftliche Umbrüche auf. Gleichzeitig dient diese als Abgrenzung des Selbst zur Außenwelt. Die Modebranche als solche muss langfristig und nachhaltig neu gedacht werden, damit wir weiterhin diesen Planeten bewohnen können.


Inwiefern stellst du mit deinem Tun gesellschaftliche Konventionen ordentlich auf den Kopf?


Als Modedesignerin habe ich mich auf Unisexmode spezialisiert. Hier breche ich hauptsächlich gängige Geschlechterrollen auf und erschaffe neue Normen - unabhängig vom binären Denken und Handeln. So steht für mich der Körper und dessen Schönheit im Fokus - unabhängig von Gender und Sex. In meinem Projekt „Von der Freilegung der Schönheit des Körpers“ geht es um sexuell attraktive Körperteile, die geschlechtsneutral sind. Damit kreiere ich eine deutlich sichtbare und neue Form von Unisex.


Umdenken 2050: Was ist dein Wunsch für unsere Zukunfts-Gesellschaft?


Stell dir vor, du gehst in ein Bekleidungsgeschäft. Dieses Geschäft ist nicht nach Geschlecht geordnet, sondern nach Teilen des menschlichen Körpers, die jeder für sich ganz individuell betonen möchte – unabhängig von Sex und Gender. Eine neue Ebene des Unisex. Eine neue Denkweise. Hoffentlich keine Utopie mehr!





Bilder: ©Alexandra Kern Projekt „Von der Freilegung der Schönheit des Körpers“



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