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RATSHERREN BRAUEREI: Die Gastronomie wird sich neu erfinden.

Aktualisiert: Mai 5


Hopfen, Malz und Hamburg – das ist die Ratsherrn Brauerei in den Schanzenhöfen. Seit 2012 verbindet die Handwerksbrauerei die Braugeschichte und Traditionen mit einer neuen Biervielfalt. Marketingleiterin Mariann von Redecker berichtet uns über die Brauerei-Lage im Kurz-Interview.


WAKE UP: Wie geht es euch? Inwiefern trifft euch die Corona-Krise?

von Redecker: Uns hat die Krise hart erwischt. Wir machen mehr als 50% des Absatzes in der Gastronomie. Dieser Absatz brach von einem Tag auf den anderen weg. Wir haben sofort die Fassbier-Produktion gestoppt und stattdessen alles in Flaschen abgefüllt. Der Handel kann den Einbruch jedoch nicht kompensieren, da zumindest am Anfang des Shut Downs auch eher zu günstigeren Bieren gegriffen wurde.


WAKE UP: Wie geht ihr mit den neuen Herausforderungen um? Wie meistert ihr die aktuelle Situation, um eure Existenz zu sichern?

von Redecker: Nach Verkündung des Lock Downs haben wir Kurzarbeit anmelden müssen. Glücklicherweise nicht, wie bei unseren Partner-Eigengastronomien, größteils auf 100%. Abgesehen von diesen harten wirtschaftlichen Fakten war ab Tag 1 klar, dass wir mit unseren Konsumenten im engen Austausch bleiben wollen. Ganz besonders jetzt, wo keine Events und Brauereiführungen mehr durchgeführt werden können. Ich denke, das ist uns wirklich gut gelungen. Ein toller Erfolg war das digitale Ostertasting in Kooperation mit ONE HAMBURG, bei dem unser Braumeister Ian Pyle zusammen mit wechselnden Gästen 10 unserer Biere live verkostet hat. Am Tag des Bieres (23. April) haben wir zudem unser Rettungsring Pilsener abgefüllt, eine Sonder-Edition für den Handel, mit dem die Gastronomie (in diesem Fall Ratsherrn Kunden) mit Hilfe eines 3 Euro-Zuschusses pro 4er Träger über einen Sofort-Hilfe-Topf unter die Arme gegriffen werden soll. Gehen die Vorverkäufe gut auf, wird ein ansehnlicher 5-stelliger Betrag zustande kommen.



WAKE UP: Ihr habt einen Wunsch frei: Was nimmt die Gesellschaft aus dieser Lage mit? von Redecker: Es steht eine Reset-Situation bevor. Die Gastronomie-Branche wird sich neu erfinden: Es wird hier dann um die generelle Wertschätzung für eine lebendige Gastro-Kultur gehen, in der die Bezahlung der Mitarbeiter hinterfragt werden muss und damit einhergehend eine neue Preisgestaltung, die ein nachhaltigeres Wirtschaften inklusive der Bildung von Rücklagen ermöglicht, aber auch die Berücksichtigung ökologischer Kriterien. Am wichtigsten ist die Schaffung eines zeitgemäßen gemeinsamen Sprachrohrs, einer Lobby für die Gastronomie. Denn wir sitzen alle in einem Boot!


WAKE UP: Danke für das Interview.


Mehr zum Rettungsring Pils unter www.ratsherrn.de/rettungsring als via #ratsherrnrettungsring


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