• WAKE UP Team

Ohne Lösungen keine Hamburger Kultur!

Als Interessenverband dient das Clubkombinat als Schnittstelle und Sprachrohr für alle Musik- und Kulturschaffenden, zwischen kreativer Pop- und Subkultur und etablierten Szeneclubs.

Lilia Ohls ist Bookerin beim Hafenklang und Vorstandsmitglied beim Clubkombinat und hat mit uns digital über die aktuelle Lage um Hamburgs Clubs und Kultur gesprochen.


WAKE UP: Was genau ist und macht das Clubkombinat?

Lilia: Das Clubkombinat ist der Interessenverband der Clubbetreiber*innen, Veranstalter*innen, Booker*innen und Agenturen aus Hamburg. Eine der Aufgaben des Clubkombinats ist es, die Interessen seiner Mitglieder in Politik und Wirtschaft zu vertreten und die Kommunikation zwischen den offiziellen Gremien der Stadt zu moderieren. Gerade zu Krisenzeiten wie jetzt zeigt sich, dass es wichtig ist, eine Institution wie das Clubkombinat für die Kulturszene zu haben und unsere Arbeit gestaltet sich aktuell herausfordernder und spannender denn je.

 

WAKE UP: Wie schätzt du die Perspektive für die Hamburger Clubs ein? Was könnten Lösungen sein? Was kann der einzelne tun, um die Hamburger Kultur- und Clubszene zu unterstützen?

Lilia: Eine Prognose, wann und wie es genau für die Clubs weitergehen kann gibt es derzeit nicht. Um als Club wirtschaftlich erfolgreich planen zu können, braucht es einen Vorlauf von mehreren Monaten. Bislang gibt es diesen Vorlauf nur auf kurze Sicht und immer nur für die nächsten 1 bis 2 Monate, bis es wieder eine neue behördliche Verordnung gibt.

Auf lange Sicht braucht es eine verbindliche Lösung bzw. Verordnung, damit die Clubs zukünftige Veranstaltungen wieder realistisch planen können. Momentan schauen wir mit dem Clubkombinat, der Stadt und einzelnen Clubs und Veranstalter*innen, welche Außenbereiche für den Sommer draußen für Veranstaltungen genutzt werden können. Kurzfristig sind Außenflächen, so lange das Wetter noch gut ist, eine sinnvolle Alternative. 


Als Einzelner kann man die Clubs mit monetären Spenden unterstützen, indem man zum Beispiel Merchandise-Produkte der einzelnen Clubs kauft oder Tickets für virtuelle und/ oder zukünftige Veranstaltungen. Auch bieten einige Clubs Außer-Haus-Verkäufe von Getränken an oder vermieten ihre Räumlichkeiten. 



Es braucht jedoch schnellere, unbürokratischere Wege über die zuständigen Bezirksämter, um die Nutzung dieser Flächen zu genehmigen. In naher Zukunft braucht es einheitliche, praktisch umzusetzende Lösungen, wie man unter entsprechenden Auflagen und kontrolliert nach und nach wieder öffnen kann.

 

Es ist außerdem wichtig, dass über den aktuellen, kulturellen Ausfall gesprochen wird und dass sich jede*r Einzelne bewusst darüber wird, welchen Stellenwert Kultur für unsere Gesellschaft eigentlich hat und dass das große, vielfältige (sub)kulturelle Angebot in Hamburg unbedingt erhalten bleiben muss, da es einen enormen Teil unseres Zusammenlebens ausmacht.

 

WAKE UP:  Du hast einen Wunsch frei: Was nimmt die Gesellschaft aus der Corona-Situation mit?

Lilia: Dass Kultur mehr wertgeschätzt wird, dass die Leute verstehen, dass Kultur meistens nicht bedeutet, dass Kulturschaffende sich selbst, sondern die Gesellschaft, mit ihrem Tun bereichern und dass es bald wieder zurück zur Normalität gehen kann.



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